Schon traditionell haben die edelwiser Friends die Ostereier in der Bergruh in Oberstdorf gesucht. Auf über 30 leidenschaftliche Skifahrer ist die Gruppe dieses Mal angewachsen. Swing, Speed und Firnis konnten sich also über mangelnden Auslauf während der Feiertage nicht beschweren. Vor allem, weil extra für die Osterhasenjagd der Winter zurückgekommen war. (weiterlesen…)
Category Archives: stories
Mazedonian Powder – fantastisch!
Da wir gerne Skigebiete abseits des Mainstream entdecken, haben wir uns auf die Reise nach Popova Shapka, im mazedonischen Shar Planina Gebirge gemacht. Wir haben einen wunderschönen Stern am Ski-Himmel gefunden!
Für Mittel- und Westeuropäer ist ein Ski-Ausflug auf den südlichen Balkan nicht besonders nahe-liegend. Viele Bedenken, von Sicherheit über geeignete Hänge bis zur Schneequalität, wurden uns vor der Abreise mitgeteilt. Den Zweiflern, die sich dann doch entschieden haben zu Hause zu bleiben, können wir (vielleicht sogar etwas schadenfroh) mitteilen, dass sie echt etwas verpasst haben.
Die Berge
Das Shar Planina Massiv liegt im Osten Mazedoniens und erstreckt sich auch über Albanien, Serbien und Montenergro. Das Shara Gebirge ist die größte Gebirgskette Mazedoniens, rund 80 km lang und 30 km breit. Hochweiden, Gipfel, Täler, Wälder und Wasserreichtum prägen das eindrucksvolle und unberührte Landschaftsbild. Durch die südliche Lage sind die Gebirgskuppen manchmal bis in große Höhen bewaldet, die darüber liegenden Hochweiden bieten mit rund 550 km² und Höhenunterschieden bis zu 800m, fantastische Hänge für freies Ski- und Boardvergnügen.
Der Schnee
Anders als die Meisten vom Südbalkan erwarten, ist der Schnee kein feuchter Batzen, sondern staubtrocken und fein; kein Wunder bei Jännertemperaturen zwischen -7° und -18° Celsius. Obwohl, wie unsere Gastgeber mitteilten, in diesem Winter bisher außergewöhnlich wenig Schnee gefallen war, kamen wir in jeder Hanglage voll auf unsere Rechnung. Neno unser Guide, der das Gebiet wie seinen Hosensack kennt, warnte uns früh genug vor möglichen “Obstacles”, die von uns kurzerhand in “Octopusse” umbenannt wurden. Auf den tief verschneiten Nordhängen trafen wir allerdings nur sehr vereinzelt auf Kanten- und Belagfeindliche Kraken, und auch in den wunderschönen Bowls der Südhänge musste man nur an abgeblasenen Kuppen und Graten auf vereinzelte Steine und Wacholdersträucher acht geben.
Die Locals & Profis
Die Gastfreundschaft mit der wir empfangen und betreut wurden war beeindruckend. Die Professionalität der “Eskimos”, in Punkto Sicherheit ebenso. Hier wurden meine Vorurteile von “Zuständen wie am Balkan” schon beim Kennenlernen ausgeräumt. Tomislav und Neno sind Schnee- und Sicherheitsprofis, das Equipment – Lawinenausrüstung, Erste Hilfe Materialien – am neuesten Stand. Auch der Pistenbulli, am Balkan spricht man vom “Ratrac”, der unser Schneevergnügen, mit teilweise mehr als 6000 Höhenmetern pro Tag, möglich machte wird von Dule mit dem Stolz eines Formel I Piloten selbst in exponiertesten Lagen sicher gesteuert und von der gesamten Crew ständig gewartet.
Well-Beeing
Die Unterkunft im Hotel “Bora” (mazedonisch für Schnee) ist einfach und gut; saubere, zweckmäßige Zimmer, gut geheizt, warmes Wasser im Überfluss. Was aber wirklich beeindruckend war ist die Verpflegung. Schon beim Frühstück wurde uns Espresso oder Cappuccino kredenzt, den man sogar in Italien als excellent bezeichnen würde. Das tägliche Picknick unterwegs und Tee, Schokolade und Obst zum Füllen der Energiespeicher zwischendurch, wurden uns liebevoll aufgewartet. Besonders hervorheben muss man allerdings die mazedonische Küche, mit der wir am Abend verwöhnt wurden. Entgegen dem gängigen Vorurteil, die Balkanküche bestünde nur aus Fleisch und Weißbrot, haben wir auch viel Gemüse und Salat gegessen.
Mazedonien ist ein Paprika- und Tomaten-Paradies. Es gibt Salatvariationen, pikantes Gemüse und sogar noch handgeschnittene Pommes Frittes. Natürlich werden auch verschiedene Fleischgerichte, wie überall auf dem Balkan, angeboten. Die bekannteste Spezialität ist jedoch Tavce-Gravce, ein Bohneneintopf mit Gemüse und verschiedenen Gewürzen – sehr „gschmackig“. Und nicht zu vergessen die frische Forelle vom Grill direkt aus dem Bergsee. Neben dem Hochgebirgs-Quellwasser hat es uns besonders der “T’ga za jug” – zu Deutsch: “Sehnsucht nach dem Süden”, angetan, ein wirklich köstlicher mazedonischer Rotwein.
Fazit
Besser geht’s kaum! Preis/Leistung bekommt die Note 1. Wir haben uns sicher und wohl gefühlt und kommen bestimmt wieder. Alle Zweifler können aber gerne Daheim bleiben, ein ganzes Gebirge für eine Handvoll Geniesser ist einfach ein Luxus den man wohl kaum noch so leicht findet…
Links
Bilder-Galerie auf Picasa
Starts und Pick Ups (Auswahl aus unserem GPS Tracking auf Google Maps)
Eskimo Freeride
Shar Planina Info (englisch)
X-Dream Holidays (Reise-Anbieter von Cat-Skiing Mazedonien)

Iss was gscheit’s – der Traubenzucker-Irrtum
Momentan wird das süße, weiße Pulver viel beworben. Mehr “Energy” für Schule, Beruf und auch beim Skifahren. Für mich ist Traubenzucker als Nahrungsmittel und speziell beim Sport, schon seit meiner Schulzeit am Skigymnasium fragwürdig. Zum Glück hatten wir Lehrer in Sport-Ernährungskunde die sich von süßen Sponsoring Angeboten nicht beeindrucken ließen. (weiterlesen…)
Fährt ein weißes Schiff nach Hong Kong… RIP, Toni!
Toni Sailer ist am Montag in die Jagdgründe des ewigen Pulverschnees abgefahren. Verzeihung wenn das jetzt etwas pathetisch klingt, aber beim Reflektieren über meinen ehemaligen Coach kommen mir solche Gedanken einfach in den Sinn. Es war eine gemeinsame Zeit, die irgendwie anders war… (weiterlesen…)
Heile Skiwelt? Ein Beitrag zur Österreichischen Skigeschichte
Im jüdischen Museum in Hohenems wurde am 26.4.2009 die Ausstellung mit dem Titel “Hast du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte…” eröffnet. Die Beziehung zu den Bergen war für Juden schon lange vor Beginn des Naziregimes schwierig, so überrascht es auch nicht, dass dieses Thema auch ein dunkles Kapitel in der Skigeschichte darstellt. (weiterlesen…)
edeldays Oberstdorf 26. – 29.3.2009 – Roundup
Schön wars!
Sogar das etwas vorgezogene Aprilwetter hat es recht gut mit uns gemeint! Ein Highlight der diesjährigen Frühling-edeldays war Manfreds Besuch. Er hat bis zwei Uhr in der Früh unermüdlich Dalbellos angepasst und Fragen beantwortet. Was mich auch ganz besonders gefreut hat – das Alter der Teilnehmer reichte von drei bis siebzig! (weiterlesen…)
Ski Wild West – in Retrospect
All the Rocky Mountains have their prayers and chants … Ute
Fantastisch! – so einfach könnte man unseren Trip nach Aspen-Snowmass resumieren. Für alle die nicht dabei waren, wäre das natürlich etwas wenig und schließlich wollen wir ja auch Gusto für unsere weiteren Reiseaktivitäten machen. Als altem Indianer Fan sind mir für die kurze Nachbetrachtung auch ein paar Ureinwohner Weisheiten in den Sinn gekommen… (weiterlesen…)
Mehr Sicherheit auf Skipisten – FIS Regel Nr. 1 RÜCKSICHT!
Vorweg, ich bin gegen Einführung von Helmpflicht und der Gedanke an einen Ski-Führerschein erscheint mir reichlich abstrus. Für beide Maßnahmen fehlen auch rechtliche Grundlagen; im Gegensatz zur Strasse (Stvo) gibt es noch keine Ski-Verkehrsordnung und diese müsste dann nicht nur für Pisten sondern für den gesamten Skiraum erstellt werden. (weiterlesen…)
Kunstpiste frisch präpariert! Alignment ist “In”!
"Die zentrale Position über dem Ski" – Buzzword im Trainer- wie Kommentatorenjargon scheint hinterfragenswert! Der so beliebte Terminus technicus aus der Skilehre birgt Missverständnisse in sich und hat sich schon längst selbst überholt! Wer verstanden hat worum es geht, spricht von Bewegung statt Haltung.
Zu komplex sind die Anforderungen an moderne Skitechnik um sie irgendeiner “fixierten“ Stellung unterzuordnen, denn das zielt auf Beherrschung der Skis. Wer sich aber smart und schnell bewegen will, lässt sich auf eine ausgewogene Beziehung mit Gerät und Kräften ein. In diesem Sinne könnte man besser von Alignment statt zentraler Position sprechen…
[+] read more kunstpiste.com
ORF Ski Challenge 09 > GO
Auf die Piste, fertig, los! Vor einigen Tagen startete das erfolgreiche von der Community lang ersehnte Online-Abfahrts-Spiel Ski Challenge 09 und läutete somit den diesjährigen „Challenge-Boom“ in sieben Ländern ein. Bereits in den ersten Stunden verzeichnete das virtuelle Winter-Sportspiel Ski Challenge mehr Zugriffe als im vergangenen Jahr. Für die laufende Saison werden zwischen 3,5 Millionen und 4 Millionen SpielerInnen weltweit erwartet. 2007 erzielte die „Ski Challenge“ insgesamt in 13 Wochen 3,3 Millionen aktive Spieler, 300 Millionen Rennen und 14 Mrd. AdImpressions – auch dieser Wert soll in der aktuellen Saison noch weiter überboten werden.
About Nicola
Nicola Werdenigg ist Gründerin von edelwiser und betreut die Bereiche Skientwicklung, Kommunikation mit Kunden und On-Snow Activities – we are proud! Nicola (geb. Spieß) hat als Kleinkind die Tiroler Berge auf Skis entdeckt, ihre Jugend am Schnee verbracht, im zarten Alter von 15 Jahren das erste Mal an einer Weltcup Abfahrt teilgenommen; (weiterlesen…)
edelwiser Ski Möbel
Das Institut für Design, Architektur und Environment für Kunstpädagogik (DAE) der Universität für angewandte Kunst in Wien hat unter der Leitung von Prof. James Skone und Rudolf Wenzl das Thema Skimöbel in ersten Serie von Prototypen aufgearbeitet. Die Zielsetzungen des Projektes waren einerseits das Aufzeigen von “Second Life” Optionen für Skis und andererseits die Entwicklung von minimalistischen Designs, bei denen die spezifischen Eigenschaften der Skis zum “tragenden” Element des Möbelstückes werden. (weiterlesen…)
Schi Heil!
Es waren schlimme Zeiten als man in der Schule mittels Kopfnuss zur Rechenschaft gezogen wurde, wenn man sein Wintersportgerät schriftlich als Ski bezeichnete. Zweifelsohne, Kopfnüsse sind schmerzlich; in Anbetracht der unvorstellbaren Grausamkeiten, die jener Komiker in Petto hatte, der hinter dem orthographischen Beharren am „Sch“ stand, aber vergleichsweise eine Zärtlichkeit. (weiterlesen…)
Vorfreude ist die schönste Freude
Draußen legt der Sommer jetzt gerade so richtig los und auf den Bergen schmelzen die letzten Schneefelder weg. Weiter entfernt wie zu dieser Jahreszeit kann sich eine leidenschaftliche Skifahrerin wie ich gar nicht von ihrer Lieblingsbeschäftigung fühlen. Doch die Sehnsucht nach der weißen Pracht lässt zumindest bei mir auch im Sommer kaum nach. Da heißt es also die Fotos vom letzten Skiurlaub anzugucken, ab und zu meine Schwung-Fu (Edelwiser Swing) an ihrem Sommerparkplatz in der Zimmerecke abzustauben und, als Nordlicht, auch der Skihalle in regelmäßigen Abständen einen Besuch abzustatten. (weiterlesen…)
Skiing – it’s a game!
Dass spielerisch Skifahren lernen den meisten Menschen angenehmer scheint als methodischer Pistendrill, liegt auf der Hand. Was aber steckt dahinter und vor allem wie fühlt es sich an, wenn man (mit) der richtigen Bewegung auf die Spur kommt. Moshe Feldenkrais beschreibt Empfindungen beim Bewegen, die hier in einem kleinen Exkurs in den Schnee gebracht werden. (weiterlesen…)
